SOZIALES

Stadtjugendring sagt mit einer Party Danke

11.05.2014 | 15:28 Uhr

Stadtjugendring sagt mit einer Party Danke
Laute Musik und gute Stimmung: Viele Ehrenamtliche kamen zur Party in die Aula WelheimFoto: Franz Naskrent

Ehrenamtliche feiern in der Aula Welheim mit der Live-Band „Masters and Commander“. Die Vereine sorgen sich jedoch um den Nachwuchs, die Zahlen der Ehrenamtlichen gehen auch in der Jugendarbeit zurück.

Laute Musik dröhnt am Freitagabend aus der Aula in Welheim. Sie mischt sich mit fröhlichem Stimmen-wirrwirr. Rund 300 Kinder und Jugendliche tanzten und sangen zu den Liedern der Live-Band „Masters and Commander“.

„Wir freuen uns nach sechs Jahren endlich wieder eine Dankesfeier veranstalten zu können“, erklärt Detlev Ingendoh, Vorsitzender des Stadtjugendring Bottrop. „Eingeladen sind alle Vereine, die Mitglieder des Stadtjugendring sind. Wir möchten ihnen für ihre ehrenamtlichen Leistungen danken.“

Ein Grund: Ganztagsschulen

Im Laufe des Abends treffen immer mehr Vereine ein, die sich auch untereinander austauschen. Sie berichten gegenseitig von ihren Aktionen und Unternehmungen und genießen gemeinsam den Abend. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. So sponsert der Stadtjugendring Currywurst und Kaltgetränke. Als Bedienung stehen die Pfadfinder zur Verfügung. „Wir sind jetzt seit acht Jahren bei den Pfadfindern. Neben den regelmäßigen Unternehmungen ist ein Highlight wohl die jährliche Fahrt in das Sommerlager“, berichtet Jan Brünninghoff. „Hier kochen wir gemeinsam und übernachten in Zelten. Und auch das Sitzen am Lagerfeuer bringt viele lustige Geschichten zum Vorschein. Im Allgemeinen haben wir eine sehr gute Gemeinschaft.“

In den letzten Jahren ist die Anzahl der ehrenamtlichen Mitarbeiter stark zurück gegangen. „Vor sechs Jahren hatten wir rund 600 Besucher, das ist jetzt um die Hälfte geschrumpft. Es liegt zum einen natürlich an den Ganztagsschulen, da wegen des langen Unterrichts die regulären Vereinszeiten wegfallen. Zum anderen treten die Jugendlichen früher aus den Vereinen aus, weil sie Berufswege einschlagen, für die sie weite Entfernungen in Kauf nehmen müssen“, so Ingendoh.

Dabei haben ehrenamtliche Arbeiten auch viele Vorteile. „Man lernt viele neue und nette Leute kennen, wir machen viele tolle Aktionen und haben dabei sehr viel Spaß“, erklärt Marcel Gronau, Betreuer des OT-Grafenwald. „Wir betreuen Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 17 Jahren. Wir gehen oft Klettern, besuchen einen Zeichenkurs und waren vor kurzem erst Laserball spielen.“

Ehrenamt stärkt auch Ehrenamtliche

Auch mit Blick auf die eigene Zukunft ist ehrenamtliche Arbeit wichtig. So nahm Anna Lischka für ihre Aufgaben bei dem TOT-Fuhlenbrock an einer Jugendleiterschulung teil. „Man lernt dort unter anderem den sozialen Umgang mit seinen Mitmenschen. Zudem erhält man auch Ideen, die wir im TOT umsetzen. Wir spielen beispielsweise Billard, Tischtennis oder Kickern. Aber auch das gemütliche Zusammensitzen macht viel Spaß.“

Leider bleibt der Nachwuchs bei vielen ehrenamtlichen Arbeitsstellen aus. So hofft der Stadtjugendring gerade durch solche Aktion, Interesse zu wecken. Denn ohne die Ehrenamtlichen werden die Vereine ihre Angebote in Zukunft kaum aufrecht erhalten können.

Ricarda Gierga