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„Kinder willkommen!“, das ist das Motto zum Weltkindertag 2015. Es soll darauf aufmerksam machen, dass alle Kinder ein Umfeld brauchen, in dem sie gern gesehen sind und gefördert werden. Und so wartete auf dem Kinderspielplatz an der Devensstraße ein buntes Programm auf die Kinder, gestaltet von Verbänden der Kinder- und Jugendarbeit in Bottrop.


Auf einem über den Boden gespannten Band zu laufen, „Slackline“ genannt, ist gar nicht so einfach. Ausprobieren konnte man es am Stand der Sportjugend. Und Neo (6) schafft es sogar. „Ich war schon oft hier auf dem Spielplatz, aber so toll wie heute war es noch nie“, freut er sich. In der einen Hand hält er das am Lagerfeuer der DPSG (Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg) gebackene Stockbrot, in der anderen ein gerade auf dem Kinderflohmarkt erstandenen Elmo aus der Sesamstraße zum Kuscheln.


Erstmals auf dem Abenteuerspielplatz

In den letzten Jahren fand der Weltkindertag noch in der Innenstadt statt, dieses Jahr wurde er auf den Abenteuerspielplatz verlegt. Die Organisatoren zeigen sich positiv überrascht. „Es sind wirklich viele Leute hier, um die 500 werden es wohl sein“, sagt Erzieherin Christina Wille.


Unweit des Spielplatzes befindet sich die Albrecht-Dürer-Schule, eine Notunterkunft des Landes für Flüchtlinge. Dort leben etwa 80 Kinder. „Denen hat der Stadtjugendring Wertmarken gebracht, damit auch die, die kaum etwas haben, kommen und essen und trinken können“, sagt Wille.


Durch die Lage des Abenteuerspielplatzes im Stadtteil Batenbrock-Süd und die Sozialstruktur im Stadtteil, sei es ein Anliegen, den verständnisvollen, freundlichen Umgang der Menschen verschiedener kultureller und nationaler Herkunft untereinander zu fördern, so der Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ), der die Anlage betreibt.


Auf einem Parcours konnten die vielen Gäste ihre Geschicklichkeit beweisen, auf dem Klettergerüst und der Hüpfburg toben, reiten und basteln, die Kletterwand erklimmen, Vogelhäuser und sogar Raketen bauen. Die Klasse 8a des Josef-Albers-Gymnasiums sorgte unter der Leitung von Holger Klaus für die passende musikalische Untermalung. Prof. Dr. Don Martin sorgte mit seinen Zaubertricks für erstaunte Gesichter und Clown Ugolino brachte nicht nur die Kleinen zum Lachen.


Film und Audioguide

Das Spielmobil präsentierte seine Ergebnisse aus der Aktion „Bündnisse für Bildung“ in Kooperation mit „Kunstreich im Pott“ und dem ABA Fachverband. „Die Kinder machten eine Entdeckertour durch Batenbrock und testeten Spielplätze z.B. auf Sauberkeit und Verletzungsrisiken. Dokumentiert haben sie das mit Fotos, die zu einem Film zusammengestellt wurden“, erklärt Frederik Gawenda vom Spielmobil. Außerdem erstellten die Kinder zusammen mit Musiker Ingo Stanelle einen „Audioguide“ und einen Trickboxfilm mit Filmemacherin Ulrike Korbach.


„Unser großer Dank geht an die vielen ehrenamtlichen Helfer“, sagt Christina Wille.


Thorben Allkemper